Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie
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PEKULI: Praktiken der Ernährung im bronze- und eisenzeitlichen Kumidi/Tell Kamid el-Loz, Libanon
Ziel von PEKULI ist das Verständnis der Vielfalt und Dynamik der individuellen menschlichen Ernährung an einer Schlüsselfundstelle des bronze- und eisenzeitlichen Ostmittelmeerraums, des Tells von Kamid el-Loz in der libanesischen Beqa-Ebene. Die Basis bildet die bioarchäologische Analyse der unter Rolf Hachmann dort ausgegrabenen Bestattungen. Durch die Integration der Analyse von Nahrungsresten (Phytolithen, Stärkekörnern) im menschlichen Zahnstein mit der Analyse stabiler Isotopen (C, N) im Knochenkollagen derselben Individuen werde ich zeigen, was zeitgleich in Kamid el-Loz lebende Menschen gegessen haben und wie sich die Ernährungspraktiken von der Mittelbronzezeit bis in die Perserzeit von ca. 1800 bis 400 v. Chr. verändert haben. Meine bioarchäologischen Ergebnisse werde ich mit den umfangreichen Ergebnissen der bisherigen Grabungen und laufenden, weiteren bioarchäologischen Analysen zusammenbringen. So wird es mir möglich sein, individuelle Ernährungspraktiken mit Alter, Geschlecht, sozialem Status, Verwandtschaft und Mobilität des verstorbenen Individuums aber auch mit den großräumigen Prozessen kulturellen Wandels im bronze- und eisenzeitlichen Ostmittelmeerraum zu verbinden. Diese Ergebnisse werden ein neues Licht auf die frühe ostmediterrane Küche und die Dynamik ihrer kontinuierlichen Veränderung werfen.
Die Forschungen von PEKULI werden finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Kleine Fächer – Große Potenziale“ im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Laufzeit: 2020-2023; Fördersumme: 359.991,35 €).

Projektwebsite PEKULI: https://www.pekuli.vfp-archaeologie.uni-muenchen.de/index.html