Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie
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Aktuelles, Vorträge und Publikationen

2nd International Conference of the DFG Research Unit FOR 1670 "Transalpine Mobility and Cultural Transfer"

Cremation Burials in Europe between the 2nd mill. B.C. and the 4th c. A.D. - Archaeology and Anthropology

 

October 12-14, 2017

LMU Munich, Historicum

Conference Programme PDF

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Neuer wiss. Mitarbeiter der Provinzialrömischen Archäologie

Ausgrabung Professor Mackensen

Zum 01.08.2017 hat S. Schmid (Promotion WiSe 2016/17 LMU) seine Tätigkeit als wiss. Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Römisches Vexillationskastell Gheriat el-Garbia am limes Tripolitanus (NW-Libyen)“ aufgenommen (bis 31.10.2018). Die Drittmittel werden von der Eleonora Schamberger Stiftung (München) zur Verfügung gestellt.

Die vielfältigen Befunde und Funde aus Survey und Ausgrabung des ehem. LMUexcellent-Projekts (2008–2010) werden nach Beendigung der feldarchäologischen Arbeiten im Herbst 2010 sukzessive für die abschließende Publikation aufgearbeitet.


Dissertationspreis 2017Bild_Pöchlarn

Mit dem Dissertationspreis der Fakultät für Kulturwissenschaften wurde die Dissertation "Das norische Donaukastell Arelape/Pöchlarn" von Sebastian Schmid ausgezeichnet. Die Promotion wurde im WiSe 2016/17 mit summa cum laude abgeschlossen. Die Arbeit im Fach Provinzialrömische Archäologie betreute Prof. M. Mackensen.

 

 

 

 

 

nh2017

Forschungs- und Lehrgrabung in Nag'al-Hagar/Oberägypten

Im spätrömischen Kastell Praesentia/Nag al-Hagar bei Kom Ombo (Oberägypten) wurde vom 09.03. - 31.03.2017 eine Ausgrabungskampagne der Provinzialrömischen Archäologie in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde in Kairo erfolgreich durchgeführt. Die Ausgrabungen leitete Prof. Dr. M. Mackensen, finanziert wurden die Untersuchungen von der Eleonora Schamberger Stiftung (München).

 

 

Vorträge und Gastvorträge


 

Aktuell finden keine Vorträge und Gastvorträge unseres Institutes statt.

Publikationen

Projekt Grünwald

1. Auflage 2016, Herausgeberin: Carola Metzner Nebelsick


Archäologen und Geowissenschaftler erkunden zerstörungsfrei den römischen Vicus Belginum im Hunsrück: Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München mit der Universität Trier und dem Archäologiepark Belginum

Feldbegehungen und die Einmessung des Fundmaterials sind in der Archäologie eine gängige Methode, ohne Ausgrabungen erste Erkenntnisse zu einem Fundplatz zu gewinnen, etwa zur Zeitstellung, Ausdehnung und Infrastruktur einer Siedlung. Auf Anregung Münchner Studierender wurden in diesem Jahr die Prospektionen im römischen Vicus Belginum im Hunsrück wieder aufgenommen (4.-8.10.2016).
Prospektiert wurde ein Feld südlich der Hunsrückhöhenstraße. Geophysikalische Untersuchungen im Vorfeld des Straßenbaus hatten bereits eine deutlich größere Ausdehnung des Vicus ergeben. Die genaue Zeitstellung war allerdings unbekannt.
An der Veranstaltung nahmen sieben Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München teil (BA-Studiengang Archäologie, MA-Studiengänge Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie) und elf Studierende der Universität Trier (Studiengänge Geoarchäologie und Geoinformatik) (Abb. 1). Betreut wurden sie von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU), Dr. Rosemarie Cordie (Klassische Archäologie, Universität Trier / Archäologiepark Belginum), Dr. Rebecca Retzlaff und Dr. Johannes Stoffels (Geoinformatik und Umweltfernerkundung).

Nach einer Einführung in die interdisziplinäre Lehrveranstaltung waren die ersten beiden Tage dem Survey gewidmet. Zunächst gingen die Teilnehmer/Innen im 1 m-Abstand das vorgesehene Areal von knapp einem Hektar Fläche ab. Die gesehenen Funde wurden vertütet und an ihrer Fundstelle deponiert, im nächsten Schritt mit einer Fundnummer versehen und einzeln mittels Differential-GPS oder Tachymeter dreidimensional eingemessen. Knapp 3000 Funde wurden so erfasst. Hinzu kamen etwa 180 5 x 5 m-Quadranten mit jeweils Dutzenden von Funden, die ebenfalls eingemessen wurden. Zusätzlich zu der Einführung in die Bedienung und Stationierung der Geräte wurde die Anwendung eines terrestrischen Laserscanners der Universität Trier demonstriert.
An den nächsten Tagen erfolgte im Museum Belginum eine Einführung in das Geographische Informationssystem ArcGIS und die Überführung der Messdaten in das GIS. Dabei zeigten sich Fundverteilungen, die mit den durch die Geophysik ermittelten Parzellenstrukturen übereinzustimmen scheinen. Parallel dazu erfolgte die Säuberung und Klassifizierung der Funde.
Der Großteil der Funde ist römischer Zeitstellung; Reste der Baukeramik (Dachziegel, Ziegel und Bodenplatten) überwiegen, hinzukommen zahlreiche Dachschieferfragmente mit Nagellöchern. Im Gegensatz zu älteren Begehungen wurde auch eine größere Menge datierbarer Keramik und Glas gefunden, allerdings nur sehr wenig Metall, meist Nägel.

Das umfangreiche Fundmaterial wird im Rahmen von Bachelorarbeiten an der LMU München bearbeitet.
Wolf-Rüdiger Teegen (w.teegen@lmu.de), Rosemarie Cordie, Rebecca Retzlaff

Über die forschungsorientierte Veranstaltung wird am 18.10.2016 auf der Eingangsseite der Universität Trier berichtet.

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Abb. 1. Studierende und Dozierende der Universitäten Trier und München (LMU) vor dem Museumsgebäude des Archäologiepark Belginum. Obere Reihe von li. nach re.: Raphael Hartmann (Uni Trier), Georg Greven (LMU München), Jannik Faust, Lars Wilsdorf (Uni Trier), Philomena Over, Clara Schaller (LMU München). Mittlere Reihe von li. nach re.: Dr. Rebecca Retzlaff, Denisa Kotoucova, Jana Weber, David Hansen, Lukas Knörr, Alexander Klupsch, Catharina Gerets (Uni Trier). Untere Reihe von li. nach re.: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU München), Dr. Rosemarie Cordie (Uni Trier / Archäologiepark Belginum), Johannes Mandl, Robin Franke, Juan Esteban, Johannes Simoneit (LMU München), Katharina Milkovic M.A. (Uni Trier) (Foto: C. Endlicher).