Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie
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Aktuelles, Vorträge und Publikationen

 

Wintersemester 2017/2018

Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2017/2018 steht hier zum Download bereit.

Datierung der römischen Stadtmauer Trier

Pressekonferenz Trier

In dem von der Gerda-Henkel-Stiftung finanzierten Projekt "Schnittstelle römische Stadtmauer/Moselaltarm Trier" konnte ein Team der Provinzialrömischen Archäologie während der Ausgrabung 2017 dendrochronologische Proben bergen. Das Fälldatum wurde im Dendrochronologischen Labor des Rheinischen Landesmuseums Trier auf 169/170 n. Chr. bestimmt. Dies ist der erste naturwissenschaftliche Beweis für die Errichtung dieses Bauwerks und lässt Rückschlüsse auf das UNESCO-Welterbe Porta Nigra zu. Die Ergebnisse wurden am 12.01.2018 auf einer Pressekonferenz mit Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf bekannt gegeben.

© GDKE/Rheinisches Landesmuseum Trier,

Foto: Th. Zühmer

Dr. Heinz Cüppers-Preis 2017KolbeCueppersPreis

Mit dem Dr. Heinz Cüppers-Preis des Rheinischen Landesmuseums Trier wurde am 26.11.2017 die im WiSe 2016 abgeschlossene Masterarbeit "Die spätrömischen Gürtelbestandteile des 4. Jahrhunderts n. Chr. aus dem Trierer Stadtgebiet" von Frau Bettina Kolbe ausgezeichnet. Die Arbeit im Fach Provinzialrömische Archäologie betreute Prof. M. Mackensen. 

Dissertationspreis 2017Bild_Pöchlarn

Mit dem Dissertationspreis der Fakultät für Kulturwissenschaften wurde die Dissertation "Das norische Donaukastell Arelape/Pöchlarn" von Sebastian Schmid ausgezeichnet. Die Promotion wurde im WiSe 2016/17 mit summa cum laude abgeschlossen. Die Arbeit im Fach Provinzialrömische Archäologie betreute Prof. M. Mackensen.

 

 

 

Projektabschlusssimitthus5

Das von der Fritz Thyssen Stiftung 2009-2014 geförderte, bauhistorisch ausgerichtete Projekt "Die trajanische Brücke über die Medjerda in Chemtou (Tunesien)", das von der Provinzialrömischen Archäologie betreut wurde, ist mit der Ende 2017 erschienenen Publikation von U. Hess/K. Müller/M. Khanoussi, Die Brücke über die Majrada in Chimtou. Simitthus 5 (Wiesbaden 2017) abgeschlossen worden.

 

 

 

Vorträge und Gastvorträge


Prof. Dr. Wolfgang Czysz

(Institut für Archäologien, Universität Innsbruck)

ALLE REDEN VOM WETTER - WIR AUCH
MÖGLICHKEITEN UND ANSÄTZE DER KLIMAFORSCHUNG
IN DER PROVINZIALRÖMISCHEN ARCHÄOLOGIE

 

Mittwoch, 24. Januar 2018, 18.00 Uhr c.t.

Hörsaal M 014, LMU Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1

Plakat des Vortrages von Prof. Dr. Wolfgang Czysz PDF (4,3 MB)


Einladung zu einem Fachschaftsvortrag von

Dr. des. Sebastian Schmid

Arelape/Pöchlarn
Entwicklung eines römischen Auxiliarkastells an
der norischen Donau

 

Mittwoch 31. Januar 2018, 18.00 Uhr c.t.

Hörsaal M 014, LMU Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1

Plakat des Fachschaftsvortrags von Dr. des. Sebastian Schmid PDF (1,6 MB)


Einladung zu einem Gastvortrag von

Dr. Omer SergiStep Stone Structure

(Tel Aviv University)

The Formation of Judah as a Political Entity:

Archaeological and Historical Perspectives

 

Mittwoch, 7. Februar 2018, 18.00 Uhr c.t.

Hörsaal M 014, LMU Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1

 


Einladung zu einem Hauskolloquium mit

PROF. DR. BARBARA HOREJS

(OREA, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien)

PROTO-URBANISIERUNG, ELITEN UND METALLURGIE

NEUE DATEN AUS DER
ÄGÄISCH-ANATOLISCHEN FRÜHBRONZEZEIT

Donnerstag 8. Februar 2018, 18 Uhr c.t.
Seminarraum K 401, Amalienstr. 52

Plakat des Hauskolloquiums mit Prof. Dr. Barbara Horejs (4,3 MB) 

Publikationen

Projekt Grünwald

1. Auflage 2016, Herausgeberin: Carola Metzner Nebelsick


Archäologen und Geowissenschaftler erkunden zerstörungsfrei den römischen Vicus Belginum im Hunsrück: Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München mit der Universität Trier und dem Archäologiepark Belginum

Feldbegehungen und die Einmessung des Fundmaterials sind in der Archäologie eine gängige Methode, ohne Ausgrabungen erste Erkenntnisse zu einem Fundplatz zu gewinnen, etwa zur Zeitstellung, Ausdehnung und Infrastruktur einer Siedlung. Auf Anregung Münchner Studierender wurden in diesem Jahr die Prospektionen im römischen Vicus Belginum im Hunsrück wieder aufgenommen (4.-8.10.2016).
Prospektiert wurde ein Feld südlich der Hunsrückhöhenstraße. Geophysikalische Untersuchungen im Vorfeld des Straßenbaus hatten bereits eine deutlich größere Ausdehnung des Vicus ergeben. Die genaue Zeitstellung war allerdings unbekannt.
An der Veranstaltung nahmen sieben Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München teil (BA-Studiengang Archäologie, MA-Studiengänge Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie) und elf Studierende der Universität Trier (Studiengänge Geoarchäologie und Geoinformatik) (Abb. 1). Betreut wurden sie von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU), Dr. Rosemarie Cordie (Klassische Archäologie, Universität Trier / Archäologiepark Belginum), Dr. Rebecca Retzlaff und Dr. Johannes Stoffels (Geoinformatik und Umweltfernerkundung).

Nach einer Einführung in die interdisziplinäre Lehrveranstaltung waren die ersten beiden Tage dem Survey gewidmet. Zunächst gingen die Teilnehmer/Innen im 1 m-Abstand das vorgesehene Areal von knapp einem Hektar Fläche ab. Die gesehenen Funde wurden vertütet und an ihrer Fundstelle deponiert, im nächsten Schritt mit einer Fundnummer versehen und einzeln mittels Differential-GPS oder Tachymeter dreidimensional eingemessen. Knapp 3000 Funde wurden so erfasst. Hinzu kamen etwa 180 5 x 5 m-Quadranten mit jeweils Dutzenden von Funden, die ebenfalls eingemessen wurden. Zusätzlich zu der Einführung in die Bedienung und Stationierung der Geräte wurde die Anwendung eines terrestrischen Laserscanners der Universität Trier demonstriert.
An den nächsten Tagen erfolgte im Museum Belginum eine Einführung in das Geographische Informationssystem ArcGIS und die Überführung der Messdaten in das GIS. Dabei zeigten sich Fundverteilungen, die mit den durch die Geophysik ermittelten Parzellenstrukturen übereinzustimmen scheinen. Parallel dazu erfolgte die Säuberung und Klassifizierung der Funde.
Der Großteil der Funde ist römischer Zeitstellung; Reste der Baukeramik (Dachziegel, Ziegel und Bodenplatten) überwiegen, hinzukommen zahlreiche Dachschieferfragmente mit Nagellöchern. Im Gegensatz zu älteren Begehungen wurde auch eine größere Menge datierbarer Keramik und Glas gefunden, allerdings nur sehr wenig Metall, meist Nägel.

Das umfangreiche Fundmaterial wird im Rahmen von Bachelorarbeiten an der LMU München bearbeitet.
Wolf-Rüdiger Teegen (w.teegen@lmu.de), Rosemarie Cordie, Rebecca Retzlaff

Über die forschungsorientierte Veranstaltung wird am 18.10.2016 auf der Eingangsseite der Universität Trier berichtet.

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Abb. 1. Studierende und Dozierende der Universitäten Trier und München (LMU) vor dem Museumsgebäude des Archäologiepark Belginum. Obere Reihe von li. nach re.: Raphael Hartmann (Uni Trier), Georg Greven (LMU München), Jannik Faust, Lars Wilsdorf (Uni Trier), Philomena Over, Clara Schaller (LMU München). Mittlere Reihe von li. nach re.: Dr. Rebecca Retzlaff, Denisa Kotoucova, Jana Weber, David Hansen, Lukas Knörr, Alexander Klupsch, Catharina Gerets (Uni Trier). Untere Reihe von li. nach re.: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen (LMU München), Dr. Rosemarie Cordie (Uni Trier / Archäologiepark Belginum), Johannes Mandl, Robin Franke, Juan Esteban, Johannes Simoneit (LMU München), Katharina Milkovic M.A. (Uni Trier) (Foto: C. Endlicher).